Bärlauch ist ein aromatisches Kraut, das oft bei der Ernte mit giftigen Pflanzen verwechselt werden kann. Wir zeigen euch, wie ihr ihn sicher erkennen könnt.
Darum kommt es zu Verwechselung mit Bärlauch
Von März bis Mai ist Bärlauchzeit, und viele Sammler*innen zieht es in die Wälder, um das Kraut zu finden. In der Küche verleiht es Gerichten wie Pasta, Pizza und Pesto eine gewisse Würze. Doch Vorsicht: Es gibt mehrere giftige Pflanzen, die dem Bärlauch ähnlich sehen und häufig am selben Ort wachsen. Diese Verwechslungen können zu schweren Vergiftungen führen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Wer also Bärlauch sammeln möchte, sollte in der Lage sein, ihn eindeutig zu erkennen. Wir zeigen euch, worauf ihr achten müsst.
Ihr könnt euch auf verschiedene Art und Weise ernähren, zum Beispiel mit einer glutenfreien Ernährung. In unserem Video decken wir drei Mythen dieser Ernährung auf:
So erkennt ihr Bärlauch
Am wichtigsten ist, dass ihr Pflanzen direkt vor Ort bestimmen könnt. Besonders wenn ihr Wildpflanzen für die Küche sammeln möchtet, ist es entscheidend, sie an ihrem Standort zu erkennen. Nur so lässt sich genau bestimmen, um welche Pflanze es sich handelt, da auch der Wachstumsort eine Rolle spielt. Zuhause wird es dann schwierig, die Pflanze richtig zu identifizieren, wenn nur ein paar Blätter im Korb gelandet sind.
An diesen Merkmalen könnt ihr Bärlauch erkennen:
- Der intensive Geruch von Knoblauch wird noch intensiver, wenn ihr das Blatt zwischen euren Fingern reibt.
- Die Bärlauchblätter sind breit und haben eine ovale Form.
- Sie erscheinen vor der Blüte und besitzen jeweils einen einzelnen Stängel.
- Auf der Unterseite der Blätter findet ihr eine matte Oberfläche mit parallelen Adern.
- Der Stängel des Bärlauchs ist hohl und hat eine dreikantige Struktur.
- Das Kraut wächst bevorzugt in schattigen Laub- und Auwäldern.
- Die Blütenblätter sind weiß und bilden eine sternförmige Anordnung.
Bärlauch von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen unterscheiden
Herbstzeitlose und Maiglöckchen gehören zu den Pflanzen, die am häufigsten Vergiftungen verursachen. Da sie Bärlauch sehr ähnlich sehen, ist es wichtig, alle drei Pflanzen sorgfältig zu überprüfen. Nur so könnt ihr sicherstellen, dass solche Verwechslungen vermieden werden.

Maiglöckchen und Herbstzeitlose unterscheiden sich in mehreren Aspekten von Bärlauch:
- Beide Pflanzen haben glänzende Blattunterseiten.
- Die Blätter der Maiglöckchen sind breit-oval, während die Herbstzeitlosen länglich-oval geformt sind.
- Maiglöckchen entwickeln zwei Blätter aus einem Stängel, während bei den Herbstzeitlosen kein Stängel vorhanden ist – sie wachsen direkt aus der Rosette.
- Der typische Knoblauchgeruch fehlt bei beiden Pflanzen.
- Herbstzeitlose sind von September bis Oktober in feuchten Wiesen anzutreffen, während Maiglöckchen von April bis Juni in Buchen- und Eichenwäldern zu finden sind.
- Die Blätter der Maiglöckchen sind weiß, glockenförmig und hängen herab, während die Herbstzeitlosen violette Blätter besitzen.
Tipp: Der Geruch von Knoblauch ist besonders charakteristisch. Wenn ihr euch unsicher seid, könnt ihr die Blätter aneinander reiben. Falls kein Knoblauchgeruch aufkommt, handelt es sich nicht um Bärlauch. Achtet jedoch auch auf andere Merkmale, um Verwechslungen mit giftigen Pflanzenarten zu vermeiden.
Sobald ihr euch mit Pflanzen wie Herbstzeitlosen, Maiglöckchen und Bärlauch beschäftigt, werdet ihr zahlreiche Unterschiede feststellen, die eine eindeutige Identifizierung ermöglichen. Viele Vergiftungen passieren aufgrund von Unkenntnis, weil sich die Betroffenen vorab nicht mit den Unterschiede beschäftigt haben. Wichtige Merkmale wie der Wachstumsort, die Form der Blätter und das Aussehen der Blüten spielen bei der Bestimmung von Bärlauch eine entscheidende Rolle.