Maden können im Hochbeet erheblichen Schaden anrichten. Wir zeigen dir ein simples Hausmittel gegen diese unerwünschten Gäste.
Wie machen sich Maden im Hochbeet bemerkbar?
Was im Gartenjargon oft als „Maden“ bezeichnet wird, sind tatsächlich Engerlinge – die Larven verschiedener Blatthornkäfer. Diese weißen, dicken Larven erreichen eine Länge von 5 bis 7 cm und stammen von bekannten Käferarten wie Mai-, Nashorn-, Gartenlaub-, Dung- oder Junikäfern.
Die Schädlinge verbringen zwei bis vier Jahre im Boden, bevor sie sich verpuppen. Oft entdeckst du sie erst beim Umgraben deines Hochbeets. Allerdings gibt es auch weniger offensichtliche Anzeichen eines Befalls, selbst wenn die Larven nicht direkt sichtbar sind:
- Kümmerwuchs der Pflanzen
- schlaff hängende Blätter
- abgestorbene Pflanzenteile
Im Video geben wir dir Tipps, um deinen Garten gemütlich einzurichten:
Engerlinge mit Nematoden bekämpfen
Wollt ihr Gewissheit haben, ob sich tatsächlich Engerlinge im Hochbeet befinden, könnt ihr die Erde umgraben oder das Hochbeet bis zur Oberkante wässern. Die Maden kommen dann nach oben. Bei einem geringen Befall könnt ihr sie einfach absammeln.
Wirksam bekämpfen lassen sie sich mit Nematoden (bei Amazon), bei denen es sich um Fadenwürmer handelt. Sie dringen in die Maden ein, legen ihre Eier in ihnen ab und bringen sie zum Absterben. Es gibt verschiedene Arten von Nematoden, die ihr im Fachhandel bekommt oder online bestellen könnt. Gegen Engerlinge hilft die Art Heterorhabditis bacteriophora. Alternativ dazu eignen sich Pflanzenschutzmittel mit Neem (bei Amazon) gegen die Plagegeister.
Kaffeesatz als Hausmittel
Als Hausmittel gegen Engerlinge eignet sich Kaffeesatz. Die Maden fühlen sich möglicherweise vom Geruch abgeschreckt. Für einige Pflanzen ist er auch noch ein wertvoller Dünger. Trocknet ihn, damit er nicht schimmelt, und arbeitet ihn in den Boden ein. Er eignet sich jedoch nicht, wenn ihr Pflanzen in eurem Hochbeet habt, die keinen sauren Boden mögen, beispielsweise Möhren, verschiedene Küchenkräuter oder Zwiebeln.
Was tun mit den Engerlingen?
Könnt ihr die Engerlinge absammeln, solltet ihr sie nicht töten. Sie können nützliche Helfer im Kompost sein und bei der Zersetzung der Abfälle helfen. Einige Engerlinge sind sogar geschützt. Rosenkäfer und Nashornkäfer stehen unter Naturschutz. Ob die Larven nützlich sind, erkennt ihr an deren Fortbewegung. Drehen sich die Larven auf den Rücken, um sich fortzubewegen, sind sie nützlich. Kriechen sie hingegen bäuchlings oder seitwärts, sind sie schädlich. Habt ihr die Engerlinge eingesammelt, könnt ihr sie dort aussetzen, wo sie keinen Schaden anrichten.