Mit "Wunderschöner" kommt die Fortsetzung des erfolgreichen Regiedebüts von Karolin Herfurth in die Kinos. Ich wünsche dem Film vor allem viele männliche Zuschauer, die verstehen, was Frau sein in der Vielfältigkeit, die das Leben bietet, so bedeutet.
"Wunderschöner" läuft ab dem 13.02.2025 in den deutschen Kinos.
Ab welchem Alter ist der Film geeignet?
Der Film hat eine FSK 12 bekommen. Wir finden das passend, nicht nur, weil einige Themenschwerpunkte für jüngere Kinder nicht altersgemäß sind, sondern in der Thematik auch nicht kindgerecht. Wenn ihr den Film gemeinsam mit eurem Nachwuchs anschauen wollt, sollte der unserer Meinung nach mindestens 14 Jahre alt sein. An sich richtet sich der Film aber nicht an Teenager.
Worum gehts im Film?
Sonja (Karoline Herfurth) und Milan (Friedrich Mücke) haben sich getrennt und versuchen, in der Paartherapie an ihrer Beziehung zu arbeiten. Nadine (Anneke Kim Sarnau) dachte bisher, sie müsste das nicht. Denn ihre Ehe mit Phillipp wirkte perfekt - bis sie erfährt, dass er eine Prostituierte für Sex bezahlt hat. Das stürzt die erfolgreiche 50-Jährige in eine Lebenskrise.
Die hat auch Lehrerin Vicky (Nora Tschirner), die auf die Rückkehr ihres Freundes Franz (Maximilian Brückner) wartet. Und ihre Schülerin Lilly (Emilia Packard), die bisher glaubte, völlig selbstbestimmt und befreit in ihrem Leben zu sein. Alles ist miteinander verwoben und "Wunderschöner" zeigt, wie wichtig es nicht nur ist, dass wir einander unterstützen, sondern, dass wir mit unseren Herausforderungen auch nie allein sind.
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Unser Rating für den Film
Die 0,4 Punkte Abzug gibt es von mir deshalb, weil der Film nicht ganz eigenständig funktioniert. Vieles konnte ich mir im Laufe des Films erschließen, aber wer "Wunderschön", den ersten Teil nicht gesehen hat (so wie ich), der ist ein klitzekleines bisschen im Nachteil. Das sollte aber niemandem vom Gucken abhalten.
So finde ich den Film
Unbedingt sehenswert
Ich kannte "Wunderschön" nicht, dachte aber, dass ich da schon irgendwie reinkommen werden. Immerhin haben mich die Themen von "Wunderschöner" einfach zu sehr angesprochen, um hier nicht ins Kino zu gehen. Und ich wurde an keiner Stelle enttäuscht. Hatte ich sofort jede Verbindung parat? Nein! Aber das sollte niemandem vom Kinobesuch abhalten. Denn die 138 Minuten lohnen sich, meiner Meinung nach insbesondere für Männer.
Viele der Themen, die hier verhandelt werden, sind Frauen leider allzu bekannt. Aber Männer können hier noch einiges lernen. Deswegen hoffe ich, dass dieser Film sehr viele Menschen erreicht. Mir macht es Hoffnung, dass Filme wie "Wunderschöner" den Struggle von Frauen sichtbar machen und das Ensemble so geschlossen zeigt: Wir brauchen einander. Denn dieses "Es kann nur eine geben" und am Ende sind wir alle happy, das ist doch nicht die Lebensrealität.
Ihr werdet nicht enttäuscht aus dem Film gehen, auch wenn er kein wirkliches Happy End hat. "Wunderschöner" setzt Hoffnungsschimmer und ermutigt unbedingt dazu, eigene Wege zu gehen. Dazu kann auch gehören, zu erkennen, wenn etwas für einen selbst nicht (mehr) funktioniert. Emilia Schüle sagt als Julie, dass sie kein Tiger mehr sein will, immer nur stark, sondern einfach mal ne Katze. Und das ist auch ok.
Für Fans von ...
Die Stars in "Wunderschöner"
- Karoline Herfurth spielt Sonja
- Anneke Kim Sarnau spielt Nadine
- Julie wird gespielt von Emilia Schüle
- Nora Tschirner spielt Vicky
- Lilly wird von Emilia Packard gespielt
- Friedrich Mücke spielt Milan
- Trevor wird von Malick Bauer gespielt
- Godehard Giese spielt Phillipp
- Franz wird von Maximilian Bruckner gespielt
- Levy Rico Arcos ist Enno