Familienministerin Giffey betonte heute im ZDF Morgenmagazin, dass sie Eltern mehr Planungssicherheit gewährleisten möchte. Eine erneute komplette Schließung sei das allerletzte Mittel.
Bundesfamilienministerin Giffey möchte unbedingt einen zweiten Lockdown vermeiden. Das erklärte sie heute Morgen in einem ZDF-Interview. „Für uns ist wichtig, dass wir die Maßnahmen treffen, die dazu führen, dass wir ein höchstmögliches Maß an Sicherheit in den Kitas haben. Das Gesundheitsrisiko ist das eine und die Planungssicherheit für Eltern das andere. Deswegen müssen wir jetzt alle Hygienemaßnahmen, die nötig sind, ergreifen", so Giffey im ZDF Morgenmagazin. Die komplette Schließung sei das allerletzte Mittel.
Kostenlose Corona-Tests für Erzieher*innen
Sollten Infektionsfälle vorkommen, solle regional und lokal agiert werden. Eltern sollen wissen: „Wir wollen den Regelbetrieb, wir wollen ihn unter allen Umständen aufrecht erhalten, aber wir wollen auch gesundheitliche Sicherheit. Und das heißt zum Beispiel auch, dass Erzieherinnen und Erzieher, die es möchten, sich jederzeit auch symptomfrei kostenfrei testen lassen können", so Giffey.
Franiska Giffey betonte allerdings, dass die Länder durchaus den Wunsch hätten, ihre eigenen Regeln durchzusetzen. Diese Zuständigkeit der Länder müsse respektiert werden. „Der Bund begleitet und unterstützt.“
Maskenpflicht in Kitas nicht praktikabel
Unterschiedlich wird in den Bundesländern beispielsweise die Maskenpflicht gehandhabt. Eine Maskenpflicht für Kitas hält Giffey für „nicht praktikabel“. Viel wichtiger sei es, den Kreis derer, die in die Kita gehen, möglichst gleich und nachvollziehbar zu halten, dass keine großen Sommerfeste stattfinden und Kinder möglichst in ihren Gruppen bleiben. Auch die Wege und den Eingangsbereich der Kita solle man so gestalten, dass das Infektionsrisiko möglichst gering gehalten werde.
Corona-Kita-Rat noch im August
Um den 100-prozentigen Regelbetrieb im neuen Kita-Jahr zu sichern, müssen laut Giffey alle Maßnahmen ergriffen werden, um einem Infektionsgeschehen entgegenzusteuern. Noch im August wolle sie einen bundesweiten „Corona-Kita-Rat“ mit Eltern, Trägern, Ländern und Kommunen einberufen.
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