Wir alle wissen, dass es in Sachen Klimaschutz eher fünf nach 12 als fünf vor 12 ist. Im Prinzip möchten wir alle gern etwas beitragen, nur wissen wir oft nicht, wie wir das mit dem Alltag verbinden können. Ein guter erster Schritt: E-Mails aufräumen. Ihr glaubt nicht, wie viel CO2 ihr damit sparen könnt und es ist ganz leicht.
Das Internet ist einer der größten Stromverbraucher
Die größten Verursacher von Treibhausgasen sind natürlich die Energieerzeuger, die Industrie und der Verkehr. Doch ihr glaubt gar nicht, wie viel Strom und damit Energie auch das Internet verbraucht. Vor allem die Rechenzentren der Internetgiganten Google, Facebook, Amazon und Microsoft benötigten Unmengen an Energie, um ihre Server am Laufen zu halten.
Wenn das Internet ein Land wäre, würde es in der Rangliste der Stromverbraucher ungefähr den dritten Platz belegen, also direkt hinter China und den USA.
Guy Cook, Greenpeace
Obwohl sie natürlich schon in erneuerbare Energien investieren, wird einfach immer noch sehr viel CO2 produziert. Das Problem werden wir Verbraucher nicht lösen, aber wir können unseren kleinen Teil dazu beitragen und räumen damit auch unseren digitalen Müll auf. Gut fürs Klima und für die Seele!
11 E-Mails am Tag löschen und jährlich rund 91.000 Tonnen CO2 einsparen
Ihr fragt euch, wie eine E-Mail überhaupt CO2 produziert? Die Mails müssen versendet und gespeichert werden, das verursacht Strom, den die Server von Google und Co. benötigen. Das reine Senden von E-Mails allein benötigt schon einiges an Energie.
10 Mails versenden verursacht so viel CO2 wie eine Energiesparlampe pro Stunde
Doch das allein ist noch nicht das Problem: Die meisten unserer erhaltenen und versendeten Mail liegen oft noch in unseren Postfächern herum. Dadurch verursachen sie ebenfalls Energie, weil sie Speicherplatz benötigen. Da sammeln sich innerhalb eines Jahres ganz schnell Hunderte Mails an. Wenn ihr jetzt täglich nur 11 Mails löscht, die ihr nicht mehr braucht, dann spart ihr jährlich fast 90.000 Tonnen CO2. Das ist enorm.
Nachhaltig Shoppen? Wir stellen euch im Video einige Shops vor, mit denen das geht:
So wird euer Posteingang noch umweltfreundlicher
Ihr könnt noch etwas mehr tun, um digital für weniger CO2-Emissionen zu sorgen und euren digitalen "Müll" loszuwerden.
- Benachrichtigungen deaktivieren: Benötigt ihr wirklich eine Mail-Benachrichtigung von Facebook, Twitter und all den anderen Social-Media-Accounts? Stellt diese in den jeweiligen Einstellungen der Netzwerke einfach aus und ihr bekommt auf einen Schlag deutlich weniger Mails.
- Newsletter- und Abonnements sortieren: Manchmal abonniert man nur einen Newsletter, um einen Gutschein zu erhalten oder weil man sich mal vor Jahren mit einem Thema beschäftigt hat. Gebt zu, wie viele der Newsletter in eurem Postfach lest ihr tatsächlich? Mit nur einem Klick könnt ihr sie meist abbestellen und behaltet nur die wirklich wichtigen.
- Spam-Ordner und Papierkorb regelmäßig leeren: Viele Mailanbieter löschen Papierkorb und Spamordner nach einer Weile. Schaut mal bei euch nach, wann die Inhalte gelöscht werden bzw. geht einmal im Monat selber hinein. Oftmals kann man den Filter so setzen, dass man mit einem Mal den gesamten Ordner löschen kann.
- Zu Ökomailanbieter wechseln: Wer mit seinem Mailanbieter selbst nicht zufrieden ist, kann auch auf einen umweltfreundlicheren wechseln, der noch dazu in Ökostrom investiert. Das wären z.B. Posteo.de, Mailbox.org, Biomail,de, Greensta oder Ownbay.net
Quelle: Das Ding, Arte.tv, Reset
Bildquelle: Getty Images/PeopleImages