E-Bikes kosten ein kleines Vermögen, deswegen will der Kauf gut überlegt sein. Praktischerweise hat Stiftung Warentest im großen E-Bike-Test neun beliebte SUV-E-Bikes genauer unter die Lupe genommen, um euch den Kauf zu erleichtern. Diese sechs Modelle sind ihr Geld definitiv wert.
- 1.E-Bike-Test: Die Testsieger im Überblick
- 2.E-Bike-Test: So hat Stiftung Warentest bewertet
- 3.E-Bike-Test: Die Testsieger im Detail
- 3.1.Testsieger 2024: Endeavour 5 Advance + von Kalkhoff
- 3.2.Macina Gran 610 von KTM
- 3.3.Testsieger 2022: "Macina Aera 671 LFC" von KTM
- 3.4.Testsieger 2023: "Gotour6 3.40" von Flyer
- 3.5."Turbo Tero 4.0 Step-Through EQ" von Specialized
- 3.6."Image 3.B Move" von Kalkhoff
- 4.Welche E-Bike-Arten gibt es?
- 4.1.E-Mountainbike
- 4.2.Trekking-E-Bike
- 4.3.City-E-Bike
- 4.4.SUV-E-Bikes
- 4.5.E-Lastenrad
- 4.6.S-Pedelec
- 5.Kaufberatung: Darauf solltet ihr beim E-Bike-Kauf achten
- 5.1.Welche Akkugröße und Reichweite brauche ich?
- 5.2.Schaltung: Kette oder Nabe?
- 5.3.Welche E-Bike-Motorarten gibt es?
- 5.4.Kann man einen Kindersitz am E-Bike montieren?
- 5.5.Mit und ohne Gepäck Probe fahren
- 5.6.Auf das Gewicht achten
E-Bike-Test: Die Testsieger im Überblick
Sie erleichtern uns den Weg zur Kita, lassen uns die Einkäufe ohne Mühe nach Hause bringen und machen aus Radtouren eine angenehme Spazierfahrt: E-Bikes, auch bekannt als Pedelecs, sind schon lange kein Rentner-Fahrzeug mehr, sondern ein beliebtes Verkehrsmittel für alle, die gerne mehr Zeit auf dem Rad verbringen möchten. Insgesamt wurden 31 E-Bikes auf Herz und Nieren geprüft, zuletzt im Mai 2024. Dabei schnitten immerhin 20 "gut" ab. Richtige Allrounder waren allerdings nur wenige Modelle. Das sind die sechs Testsieger.
E-Bike-Test: So hat Stiftung Warentest bewertet
Für den E-Bike-Test nahm Stiftung Warentest insgesamt neun Pedelecs genauer unter die Lupe. Dabei handelte es sich diesmal speziell um SUV-E-Bikes, die einen Mix aus Mountainbike, klassischem City-Tiefeinsteiger- und Trekking-E-Bike darstellen. Die Preisspanne der getesteten Räder reicht von 3.300 bis 5.350 €. Alle Modelle sind sowohl für Frauen als auch Männer geeignet.
Am wichtigsten war bei der Bewertung das Fahrverhalten der Bikes, das mit 40 % gewichtet wurde. Dabei wurden unter anderem Komfort, Federungsverhalten, Sitz- und Griffposition, die Schaltung, das Anfahren und die Fahrstabilität mit und ohne Gepäck genauer betrachtet.
Der Antrieb fiel mit 20 % ins Gewicht. Bewertet wurden hier vor allem Ansprechverhalten und Motorunterstützung, der Nachlauf des Motors, die Dosierung der Unterstützungsstufen sowie die Schiebehilfe.
Auch die Handhabung machte 20 % der Gesamtnote aus. Die Testfahrer*innen bewerteten die Gebrauchsanleitung, das Einstellen und Anpassen von Vorbau und Sattel, die Bedienelemente und die Anzeige. Außerdem wurde geprüft, wie gut sich die Akkus laden, ein- und ausbauen, und die Pedelecs tragen und reparieren lassen. Sicherheit und Haltbarkeit machten ebenfalls 20 % der Bewertung aus. Dabei wurden unter anderem die Bremsfunktion sowie die elektrische und funktionale Sicherheit überprüft.
E-Bike-Test: Die Testsieger im Detail
Testsieger 2024: Endeavour 5 Advance + von Kalkhoff
Im E-Bike-Test 2024 landete das Endeavour 5 Advance + von Kalkhoff mit der Gesamtnote 1,8 auf dem ersten Platz. Den Expert*innen zufolge "unterstützt [der kraftvolle] Motor gut und fährt sehr gut an". Belohnt wird das mit einer 1,9 für den Antrieb und einer 1,7 für das Fahren. Speziell die Fahrstabilität ohne Gepäck wird positiv bewertet, aber auch mit Bealdung soll das Bike gut fahren. Die Sitzposition wird als "angenehm" beschrieben, wenngleich die Federung als "recht hart" wahrgenommen wird.
Ein "Sehr gut" gibt es für die Sicherheit und Haltbarkeit. So verfügt das Licht über einen breiten, hellen Kegel, die Bremsen schneiden ebenfalls top ab und auch an der elektrischen und funktionalen Sicherheit gibt es nichts auszusetzen. Für die Handhabung gibt es eine 2,5, denn beim Einstellen und Anpassen sehen die Tester*innen etwas Verbesserungsbedarf.
Der Akku ist einfach nach oben entnehmbar und mit einer Belastbarkeit von 170 kg stellt das E-Bike sogar einen Rekord unter den zuletzt getesteten Trekking-E-Bikes auf. Ebenfalls gut bewertet: Die Schadstofffreiheit mit einer 1,6. Das Fazit der Stiftung Warentest lautet also: sehr stabil, hochwertig verarbeitet, mit einem Preis von knapp 4.500 € aber auch relativ teuer.
Macina Gran 610 von KTM
Nur knapp hinter dem E-Bike-Testsieger 2024 landete das Macina Gran 610 von KTM mit einer 1,8. In der Disziplin Fahren (1,6) schneidet es sogar noch besser ab als das Modell von Kalkhoff, denn es "fährt sehr stabil, auch am Berg, in Kurven [und] mit Gepäck." Ebenfalls gelobt werden die angenehme Sitzposition, die breiten Reifen und die gute Federung. Nicht so gut finden die Expert*innen den "gebogenen, nicht sehr sportlichen Lenker".
Auch der Antrieb (1,8) wird positiv bewertet, denn "der Motor unterstützt kräftig und optimal abgestimmt". Die Handhabung (2,3) erhält ebenfalls eine gute Note, unter anderem weil sich der Akku unkompliziert am Griff nach oben entnehmen lässt und der Sattel sehr einfach einstellbar ist.
Auch Sicherheit und Haltbarkeit kommen insgesamt gut weg (1,8). Für die Schadstofffreiheit gibt es sogar eine 1.0. Insgesamt lautet das Fazit der Stiftung Warentest: "sehr gut zu fahren, komfortabel und leicht handelbar."
Testsieger 2022: "Macina Aera 671 LFC" von KTM
Das "Macina Aera 671 LFC" von KTM konnte mit einer Gesamtnote von 1,8 im wahrsten Sinne des Wortes den Testsieg 2022 einfahren. Die Tester*innen lobten, dass das sehr wendige Rad sich durchweg gut fahre und das Fahrerlebnis auch durch Gepäck nicht nennenswert beeinträchtigt werde. Allerdings liegt die erlaubte Zuladung beim KTM auch nur bei 10 kg.
Das E-Bike hat außerdem die beste Schaltung im Test, funktioniert auch bergauf sehr gut und ist durch seine speziell geformten Zahnräder besonders ruckarm. Der Motor stammt aus dem Hause Bosch und ist sehr kräftig und gut abgestuft. Allerdings kritisierten die Fahrer*innen, dass er unter Belastung sehr laut werden kann.
Der 625-Wattstunden-Akku ist in etwas mehr als drei Stunden vollgeladen und lässt sich unkompliziert von oben einsetzen. Das KTM-Bike überzeugte sowohl auf als auch abseits der Straße und schneidet in Sachen Handhabung von allen getesteten Rädern am besten ab. Der agile und vielseitige Testsieger ist aktuell für 4.199 € bei Bike-Angebot erhältlich.
Testsieger 2023: "Gotour6 3.40" von Flyer
Von den 2023 hinzugekommenen Elektrorädern landete das "Gotour6 3.40" von Flyer mit der Gesamtnote 1,9 ganz weit vorne. Besonders gut schnitt das City-E-Bike ins Sachen Handhabung ab. Hier überzeugten insbesondere die Bedienelemente und die Anzeige. Noch besser sah es bei der Disziplin Sicherheit aus: Das sehr gute Licht, aber auch die Bremsen, die Bruchfestigkeit und Co. bekamen allesamt Bestnoten.
Die Tester*innen loben außerdem das sehr stabile Fahrverhalten, das sich mit Gepäck allerdings etwas verschlechtert. Insgesamt liegt die maximale Beladung bei 150 kg. Seltsam finden die Experten, dass das Rad mit 20 kg Gepäck besser klarkommt als mit 7,5 kg. Abzüge gab es außerdem für das recht hohe Eigengewicht des Bikes.
Dafür könnt ihr euch mit diesem Fahrrad über eine 5-Gang-Nabenschaltung freuen, die auch unter Last fantastisch funktioniert. Ebenfalls lobenswert findet Stiftung Warentest den leisen Motor, der sehr gut unterstützt, anfährt und direkt reagiert. Die Akkuentnahme erfolgt bequem nach oben. Danach kann er mit einem 4-Ampere-Ladegerät in etwa drei Stunden und zehn Minuten voll aufgeladen werden.
"Turbo Tero 4.0 Step-Through EQ" von Specialized
Auf dem dritten Platz landet 2022 das "Turbo Tero 4.0 Step-Through EQ" von Specialized. Das E-Bike hat eine 11-Gang-Kettenschaltung und begeisterte vor allem mit seinem guten, stabilen Fahrverhalten selbst bei Zuladung.
Lobenswert erwähnt wird auch das Display mit seinen hilfreichen Schaltempfehlungen. Der 710-Wattstunden-Akku lädt in etwa vier Stunden und zehn Minuten, fiel laut Stiftung Warentest durch Schwierigkeiten beim Entnehmen aber mehrfach herab. Zudem leuchte das Frontlicht nicht kräftig genug aus, dafür sei das Rücklicht aber sehr gut sichtbar.
Insgesamt beschreiben die Prüfer*innen das Specialized-Bike als ein "sportliches Rad, das für leichtes Gelände taugt und insgesamt mit am besten fährt. Der Motor ist eine runde Sache." Es ist aktuell für 3.500 € bei Fahrrad-XXL erhältlich.
"Image 3.B Move" von Kalkhoff
Das "Image 3.B Move" von Kalkhoff schneidet mit der Gesamtnote 2,2 gut ab. Stiftung Warentest lobt vor allem das ausgeglichene und tadellose Fahrverhalten des City-Pedelecs, das auch durch Gepäck kaum verschlechtert wird. Ebenfalls gut fanden die Tester*innen den integrierten 20-Lux-Scheinwerfer.
Auch der Motor unterstützt "gut" und fährt sogar "sehr gut" an. Der Akku lässt sich problemlos von oben entnehmen, allerdings erweist sich das Laden hier als echte Geduldsprobe: Ganze 6,5 Stunden müsst ihr warten, bis das Rad voll aufgeladen ist.
Abzüge gab es außerdem für die "fummelige" Bedienung des kleinen Displays. Mit nur 130 kg ist das zulässige Gesamtgewicht zudem etwas niedrig. Schwerere Fahrer*innen sollten also eventuell lieber zu einem anderen Modell greifen.
Welche E-Bike-Arten gibt es?
Inzwischen gibt es viele verschiedene Arten von E-Bikes, sodass man als Laie schnell den Überblick verlieren kann. Diese Pedelecs sind besonders verbreitet.
E-Mountainbike
Die meisten E-Bikes, die ihr auf der Straße seht, sind vermutlich E-Mountainbikes. Sie verfügen häufig über eine Kettenschaltung, kräftige Motoren und einen Sloping-Rahmen. Unterschieden wird zwischen "Hardtails", die nur vorne gefedert und für leichtes Gelände gedacht sind, und voll gefederten "Fullys", die sich für jeglichen Untergrund eignen. Wenn ihr ein E-Mountainbike auch im normalen Straßenverkehr nutzen wollt, solltet ihr euch auf jeden Fall eine Klingel und Reflektoren zulegen, damit ihr keine Probleme bei einer Verkehrskontrolle bekommt.
Trekking-E-Bike
Das Trekking-E-Bike ist zwar immer noch sportlich und eignet sich für lange Touren, es ist aber komfortabler als ein Mountainbike. Da sich diese Räder bestens für Vielradler eignen, verfügen sie meist bereits über ein Licht, Schutzbleche und einen Gepäckträger. Die Sitzposition ist hier meist leicht nach vorne geneigt, es wird über eine Kettenschaltung geschaltet und das Fahrverhalten durch einen Diamant- oder Trapezrahmen verbessert.
City-E-Bike
Das City-E-Bike – ihr ahnt es vielleicht bereits – eignet sich besonders für Kurz- und Mittelstrecken auf befestigten Wegen, also zum Beispiel in der Stadt. Durch die aufrechte Sitzposition behaltet ihr einen guten Überblick über den Straßenverkehr. Die häufig verwendete Nabenschaltung und der Riemenantrieb sorgen dafür, dass das Fahrrad selten gewartet werden muss. Der tiefe Einstieg macht das City-E-Bike zu einem idealen Partner für kleinere oder weniger bewegliche Radfahrer*innen. Alternativ könnt ihr auch zu einem Urban-E-Bike greifen, das häufig minimalistischer und dadurch günstiger ist.
SUV-E-Bikes
SUV-E-Bikes, auch Allroad- oder Crossover-E-Bikes genannt, sind eine Mischung aus sportlichen und komfortablen Pedelecs. So haben sie oft breite, grob profilierte Reifen, eine Federung und kräftige Motoren und eignen sich damit auch für gröbere Pisten.
E-Lastenrad
Mit einem E-Lastenrad lassen sich nicht nur Einkäufe, sondern sogar Hunde und Kinder super transportieren. Laut Stiftung Warentest machten sie 2021 rund 6 % aller verkauften E-Bikes aus.
S-Pedelec
Das S-Pedelec ist ideal für Langstreckenradler*innen. Während "normale" Pedelecs nur eine Fahrgeschwindigkeit von 25 km/h hinlegen, schafft man mit einem S-Pedelec ein Tempo bis 45 km/h. Oft sind diese Modelle ziemlich schwer und vor allem teuer, und eignen sich daher besser als kostengünstigere Alternative zum Auto. Da sie offiziell nicht mehr als Fahrräder gewertet werden, gilt hier außerdem eine Helm- und Versicherungspflicht.
Kaufberatung: Darauf solltet ihr beim E-Bike-Kauf achten
Welche Akkugröße und Reichweite brauche ich?
Inzwischen gibt es SUV-E-Bikes mit einem Energieinhalt von rund 750 Wattstunden. Entsprechende Akkus versprechen zwar mehr Reichweite, sind dafür aber auch ganz schön schwer. Stiftung Warentest empfiehlt für Kurz- und Mittelstrecken einen Akku mit 500 Wattstunden. Zur Not kann die Reichweite auch bei Pausen "nachgetankt" werden – zumindest, wenn ein gutes Ladegerät mitgeliefert wird, das mit einem relativ hohen Ladestrom läuft. Vier oder mehr Ampere sollte das Gerät auf jeden Fall mitbringen, alles andere ist Stiftung Warentest zufolge "nicht mehr zeitgemäß".
Schaltung: Kette oder Nabe?
Weniger Arbeit habt ihr definitiv mit einer Nabenschaltung. Diese müssen nicht nur seltener gewartet werden, sondern lassen sich auch im Stand schalten. Allerdings ist man damit bergauf etwas im Nachteil. Eine Kette in Verbindung mit einer Kettenschaltung ist häufig an sportlicheren Rädern zu finden, weil sie einen dynamischeren Fahrstil ermöglicht. Diese muss man jedoch regelmäßig reinigen, fetten und hin und wieder sogar austauschen. Hier findet ihr die Vor- und Nachteile beider Schaltungsarten auf einen Blick:
Vor- und Nachteile der Nabenschaltung
- Schalten im Stand möglich
- Konstante Kettenlinie
- Niedriger Verschleiß
- Durch Unterbringung in Kasten Keine Ölflecken An Kleidung und Co.
- Simplere Wartung
- Einfache Bedienung
- Meist kleinerer Schaltbereich
- Nicht so effizient wie gut gepflegte Kettenschaltungen
- Relativ schwer
- Weniger gut geeignet für Sportbereich
Vor- und Nachteile der Kettenschaltung
- Feine Abstimmung an das Fahrverhalten
- Hoher Wirkungsgrad
- Verhältnismäßig günstig
- Relativ leicht
- Komplizierter Schaltvorgang
- Aufwändige Wartung
- Höherer Verschleiß
- Schalten ausschließlich während des Tretens möglich
Welche E-Bike-Motorarten gibt es?
Bei E-Bikes wird zwischen drei Motorarten differenziert, deren Unterschiede nicht nur in ihrer Positionierung liegen. Die drei Varianten und ihre spezifischen Eigenschaften:
Mittelmotor
Der Mittelmotor gehört zu den am meisten verwendeten Antrieben. Er wird als Teil des Tretlagers direkt an der Kurbel angebracht, sodass er schnell und adäquat reagiert, sobald ihr in die Pedale tretet. Zudem sorgt seine zentrale Position am Rad für eine ideale Gewichtsverteilung und einen niedrigen Schwerpunkt. Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zum Nabenmotor überhitzt der Mittelmotor nicht. Dafür sind die Verschleißerscheinungen an den Ritzeln der Tretkurbel und der Kette durch die direkte Nähe etwas höher.
Heckmotor
Der Heckmotor gehört zu den Nabenmotoren, was – ihr ahnt es bereits – an seiner Positionierung direkt an der Nabe des hinteren Laufrads liegt. Durch die Schwerpunktverlagerung nach hinten und die dadurch entstehende hohe Traktion eignet sich dieser Motor gut für sportliche Räder. Der Akku sollte hier auf jeden Fall mittig platziert werden, damit das Fahrverhalten nicht negativ beeinflusst wird.
Frontmotor
Der Frontmotor wird am Vorderrad angebracht und gehört zu den günstigsten Lösungen für E-Bikes. Dafür bringt er auch einige Nachteile mit sich. So wird beispielsweise durch das hohe Gewicht die Lenkung negativ beeinflusst. Bei nasser Straße neigt er durch die Schwerpunktverlagerung nach hinten dazu, das Rad durchdrehen zu lassen. Auch die Gefahr der belastungsbedingten Überhitzung und Leistungsabnahme ist bei dieser Variante größer. Deshalb eignet sich der Frontmotor vor allem für City-Bikes, mit denen ihr nur kurze Strecken zurücklegt.
Kann man einen Kindersitz am E-Bike montieren?
Leider lässt sich durch die Form der Sitzrohrs oder die Position des Akkus nicht jeder Kindersitz an jedem Pedelec montieren. Um herauszufinden, ob sich das Modell eurer Wahl mit einem Fahrradsitz kombinieren lässt, solltet ihr also einen Blick in die Unterlagen des E-Bikes werfen, in denen steht ob und unter welchen Bedingungen der Anbieter die Montage erlaubt. Ob ihr eurer Kind auf dem E-Bike transportieren könnt, hängt außerdem vom maximalen Transportgewicht des Fahrrads ab.
Familientauglichkeit
Für Eltern besonders wichtig: Kann man bedenkenlos einen Kindersitz auf den Gepäckträger schnallen? Erlaubt ist es. Dafür bieten sich wohl die E-Bikes von KTM und Pegasus am besten an, denn laut Stiftung Warentest sind sie sehr stabil. Vom Modell der Marke Raleigh ist in diesem Fall abzuraten, denn es soll mit Gepäck nicht so stabil zu fahren sein. Wichtig ist, wenn ihr mit Kindersitz unterwegs seid, ein voller Akku. Denn die Räder sind schon so nicht leicht und mit Kind hinten auf dem Rad wird es sonst ganz schön anstrengend.
Mit und ohne Gepäck Probe fahren
Um herauszufinden, ob ein E-Bike euren Bedürfnissen gerecht wird, solltet ihr es selbstverständlich erst mal probefahren. Gebt euch hier am besten nicht mit einer Fahrt die Straße hoch und runter zufrieden, sondern leiht euch das Rad, sofern möglich, gleich für mehrere Stunden oder sogar ein ganzes Wochenende aus. Einige Händler bieten diesen Service gegen eine Leihgebühr an, die anschließend zum Kaufpreis dazu gerechnet wird. Es hilft außerdem, wenn ihr euer übliches Gepäck gleich mit zur Probefahrt nehmt. So wisst ihr, ob euer Fahrgefühl im Alltag negativ beeinträchtigt werden könnte.
Auf das Gewicht achten
Da viele E-Bike-Besitzer*innen ihre kostspielige Errungenschaft ungern vor der Tür parken wollen, wird das Rad häufig im Keller oder sogar der eigenen Wohnung verstaut. Es ist also wichtig, dass ihr einschätzen könnt, wie mühselig sich das Hoch- und Runterschleppen eures Bikes gestalten wird. Außerdem sollte das Rad im besten Fall eine gute Griffmöglichkeit haben. Hebt das Rad vor Ort also unbedingt mal an und tragt es einige Meter.
Quelle: Stiftung Warentest
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